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Steuerfinanzierte Wikipedia-Beeinflussung?

20 Jun

Über ein halbes Jahr wurde recherchiert, ausgewertet und formuliert – nun gibt es ein Ergebnis. Das Fazit ist teilweise wie erwartet, deckt aber andererseits einen pikanten Zusammenhang auf: Das Projekt „Wiki-Watch“ der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder ist an einem langanhaltenden Kampf um Inhalte in der Enzyklopädie Wikipedia beteiligt.

Operationsgebiet der gezielten Beeinflussung sind Wikipedia-Artikel aus den Themenbereichen Homosexualität und Religion sowie Evangelikalismus. Dieser Themenbereich zählt seit Jahren zu einem hart umstrittenen Konfliktfeld.
Bekannt war bisher, dass ein Nutzer unter Zuhilfenahme mehrerer Accounts vehement versucht, seine verquere Sichtweise in die Artikel einzubringen und dabei das Wikipedia-Prinzip des „neutralen Standpunktes“ missachtet. Die Folge waren häufige und unschöne Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Nutzern, welche die Aufmerksamkeit vieler Aktiver bindet und die normale Arbeit am Projekt massiv stört.

Wie sich nun herausstellte, ist der Nutzeraccount des universitären Forschungsprojektes „Wiki-Watch“ nicht nur beteiligt, sondern nach aller Erkenntnis mit dem Problemnutzer sogar identisch. Betrieben wird „Wiki-Watch“ dem Impressum zufolge von der Juristischen Fakultät der Europa-Universität:

Die Arbeitsstelle Wiki-Watch im „Studien- und Forschungsschwerpunkt Medienrecht“ der Juristischen Fakultät der Europa-Universität Viadrina wird geleitet von Prof. Dr. Johannes Weberling und Prof. Dr. Wolfgang Stock.

Wolfgang Stock ist Vorstandsmitglied des Christlichen Medienverbundes KEP und war Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft, das Menschen dabei helfen will „ihre Homosexualität durch Therapie zu überwinden“.

Es ist schon mehr als erstaunlich, dass Universitätsmitarbeiter offenbar ihre Stellung und ihre Arbeitszeit – sowie sicher vermutlich auch Steuermittel aus dem Uni-Haushalt – dazu benutzen, ihre merkwürdigen Vorstellungen von Homosexualität und Kirche in die wohl bekannteste Online-Enzyklopädie hineinzutragen.
Auf eine Stellungnahme der beteiligten Projektverantwortlichen sowie der Universität als dessen Träger bin ich jedenfalls sehr gespannt.

Nachtrag:
Herr Prof. Dr. Stock ist inzwischen nicht mehr als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft aufgeführt. Zum Erstellungszeitpunkt war dies jedoch noch der Fall. (Screenshot der Webseite vorhanden; es ist daher nicht nötig, mir Unterlassungserklärungen zuzusenden)
Im letzten Absatz habe ich das Wort „sicher“ nicht als Adjektiv sondern adverbial benutzt, in der Bedeutung von „höchstwahrscheinlich, vermutlich“ (siehe aktueller Duden Bedeutung 2a). Um Missverständnisse zu vermeiden, habe ich dies nun präzisiert.

 
43 Kommentare

Verfasst von - 2011/06/20 in Wikimedia

 

43 Antworten zu “Steuerfinanzierte Wikipedia-Beeinflussung?

  1. Astrid Rothe-Beinlich

    2011/06/20 at 08:06

    Das klingt ja schier unglaublich… Auf die Stellungnahme bin auch ich gespannt. Homophobie ist heilbar!
    Astrid Rothe-Beinlich

     
  2. Gnu1742

    2011/06/20 at 09:35

    Ich erinnere mich dunkel, dass ja schon von Anfang an Kritik an Hn. Stock als ‚Chef‘ von wiki-watch aufkam. Seine Tätigkeit in diesen evangelikal-bizarren Gruppen war ja wohldokumentiert. Find leider grad keinen Link mehr dazu…

     
  3. Pjacobi

    2011/06/20 at 10:26

    Man muss die Edits dieser Benutzergruppe wirklich einzeln durchgehen, um sie in voller Schönheit zu bewundern. Und zu lernen, was alles seinen Artikel hat. Da ist zum Beispiel Gustav-Siewerth-Akademie, die u.a. an „naturwissenschaftlichen Grenzfragen“ arbeitet. Welche Grenze das ist? „Frau Prof. von Stockhausen sagt, Kardinal Ratzinger sei an der Gustav-Siewerth-Akademie von der fachlichen Unrichtigkeit der Evolutionstheorie überzeugt worden.“ Herzlichen Glückwunsch.

    Google hilft, noch unglaublichere Zusammenhänge — bzw Vermutungen/Anschuldigungen — zu finden, die ich mir hier lieber nicht zu eigen machen möchte.

     
  4. jpro

    2011/06/20 at 10:30

     
  5. Felix

    2011/06/20 at 11:51

    Nun, dass die Ausbreitung der Pseudowissenschaften an deutschen Unis mittlerweile ja eher die Regel als die Ausnahme ist, stand ja vor drei Wochen schon in der Zeit (http://www.zeit.de/zeit-wissen/2011/04/Dossier-Esoterik-Esoterisierung). Auch Esowatch führt eine ganze Liste dazu (http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Universit%C3%A4ten_mit_pseudowissenschaftlichen_Lehr-_und_Forschungsinhalten).

    Hier finde ich es allerdings ungeheuerlich, dass eine Institution, die sich als neutraler Beobachter gebährdet, so unverhohlen und mMn völlig inakzeptabel in Inhalte eingreift. Das müsste eigentlich zu einem mittelgroßen Wissenschaftsskandal führen. Wird wahrscheinlich alles unter den Teppich gekehrt. Vielleicht sollte man sämtliche Blogger und Journalisten, die Wiki-Watch anno 2010 so toll fanden, mal mit Nachdruck auf diesen Manipulationen hinweisen…

     
  6. Amostai

    2011/06/20 at 13:03

    Ei ei ei ei. Da wird einem ja Angst und Bange um den Ruf der deutschen Wissenschaft an sich. Und Schuld haben solche Personen eingeschränkter Weltoffenheit, die meinen, andere Menschen nach ihren Gutdünken umerziehen zu können (oder gar zu müssen). Es ist ja auch nicht so, dass die Viadrina nicht schon am Anfang dieses Projekts auf die eher unzureichende Wissenschaftlichkeit des selbigen aufmerksam gemacht worden wäre.

    Man kann nur hoffen, dass die allseits geliebte Presse das baldigst aufgreift und intensiv darüber berichtet. Gibt es diesbezüglich bereits Kontakte?

     
  7. Kellerkind

    2011/06/20 at 14:00

    Ich fürchte fast, dass die das lockr aussitzen soweit sich niemand dieses Falles annimmt.

     
    • Tom

      2011/06/20 at 16:19

      Was die Kommunikation angeht: http://www.youtube.com/watch?v=kA38UG_yz8w& (ab 3:00) dürfte die Strategie gut illustrieren. Am Ende denkt man doch glatt, dass ein paar Polizisten auf ihr Wochenende verzichten mussten, weil die bösen Demonstranten anderen das Wort verbieten wollen und diese deshalb über das normale Maß hinaus geschützt werden müssten.

       
  8. braintumor

    2011/06/20 at 14:10

    ist wohl nicht ganz grundlos, dass wiki-watch nicht auf den uni-servern liegt. eventuell wurden ja probleme erwartet. so kann die uni nicht zum schutz ihrer reputation den site einfach abschalten …

     
    • Tom

      2011/06/20 at 16:13

      Ich denke, dass macht sich einfach an dem Fakt fest, dass bspw. die wiki-watch.com-Domain auch auf Privat-/Unternehmensadresse zugelassen ist und das ganze sowie so eher ein „externes“ Projekt ist. Ic h meine, keiner der Beteiligten war vorher mit derartigen Interessen aufgefallen, auch gibt es an der Uni kein derartiges Forschungsfeld. Was von Wiki-Watch bisher kam, war entweder unwissenschaftlich hoch zehn („Adminumfrage“) oder Meinungsmache (siehe Blog-Einträge, immer schön im eigenen Interesse bzw. der evangelikalen Freunde/der Parteifreunde)

       
      • braintumor

        2011/06/20 at 16:23

        die viadrina macht jedoch werbung mit dem projekt …

         
  9. han

    2011/06/20 at 14:29

    äh und wo ist jetzt genau das „Ergebnis“? diese längliche Wikipedia-Diskussionsseite?

     
  10. Gilmartin

    2011/06/20 at 15:09

    Kurze Klarstellung: Wiki-Watch ist Drittmittelfinanziert. Woher die Drittmittel kommen – das wäre allerdings sicher sehr aufschlussreich.

     
  11. Marcus Cyron

    2011/06/20 at 15:17

    Vielleicht kann ja Jemand die Wiki-Watch-Webseite extern sichern?

     
    • H. Becker

      2011/06/25 at 20:48

      heute geschehen (25.06.2011)

       
  12. Tom

    2011/06/20 at 16:09

    Die evangelikale Beeinflussung ist nicht nur Eingeweihten seit Jahren bekannt. Die eigentliche Sache ist die Beeinflussung des Projektes durch eine Person, die sich einerseits als Transparenz-Wächter versteht („Wiki-Watch“) und andernseits mit mehreren Konten – die ihre Identität über die Jahre selber offenlegen – Inhalte im Sinne der privaten PR-Agentur manipuliert. Nicht das CU-Ergebnis zählt, sondern die für prinzipiell jeden nachvollziehbaren (da belegten) Edits aus http://commons.wikimedia.org/wiki/File:IQWIGundCo.pdf.

     
  13. Stepro

    2011/06/20 at 20:43

    Faszinierend, der Herr Stock ist auch Initiator und Produzent der Videopodcasts der Kanzlerin. Und im VroniPlag-Wiki treiben sie auch ihr Unwesen.
    http://blog.nz-online.de/vipraum/2011/06/20/solche-wiki-experten-beschaftigt-die-kanzlerin/

     
  14. P. Birken

    2011/06/20 at 20:49

    „Es ist schon mehr als erstaunlich, dass Universitätsmitarbeiter offenbar ihre Stellung und ihre Arbeitszeit – sowie sicher auch Steuermittel aus dem Uni-Haushalt – dazu benutzen, ihre merkwürdigen Vorstellungen von Homosexualität und Kirche in die wohl bekannteste Online-Enzyklopädie hineinzutragen.“

    Ich bezweifle, dass das der Fall ist. Ausser dass Wiki-watch unter dem Namen der Viadrina firmiert, ist keine Verbindung sichtbar, die Seite wird woanders gehostet und dass der „wissenschaftliche Mitarbeiter“ hinter Benutze:Wiki-watch-de auf einer BAT-IIa-Stelle sitzt, wie die Bezeichnung andeutet, glaube ich ebenfalls nicht. Ich vermute, dass das im wesentlichen eine Privatveranstaltung von Wolfgang Stock ist, der ja uebrigens auch kein Mitarbeiter der Viadrina ist, sondern „Dozent“. Und das bedeutet vermutlich, dass er fuer Vorlesungen einen Lehrauftrag erhaelt, was typischerweise Peanuts sind.

     
    • braintumor

      2011/06/21 at 00:37

      trotzdem nutzt die viadrina dieses projekt als aushängeschild, auf dem englischen website noch auf der ersten seite …

       
  15. P. Birken

    2011/06/21 at 00:49

    Naja, uebertreiben wir mal nicht: Da steht zufaellig jetzt gerade in der „News“-Sektion etwas ueber Wikiwatch.

     
  16. Erbloggtes

    2011/06/21 at 00:53

    Sehr richtig, Herr Birken! Hier habe ich Stocks „universitäre“ Stellung etwas beleuchtet. Auch der arme Weberling wird da besprochen und ist lediglich Honorarprofessor, d.h. beruflich wohl Rechtsanwalt. Vielleicht von Convincet?

    Neuerdings wurde ich darauf aufmerksam gemacht, was Stocks Professorentitel genau bedeutet. Er ist nämlich Amtsnachfolger von Guido Knopp. Und über den weiß Wikipedia, dass „im Jahr 2000 Knopps Professorentitel als unseriös eingestuft, da er ihn von der Gustav-Siewerth-Akademie habe, deren Führungspersonal laut Schuler unter anderem mit der rechten Organisation ‚Verein zur Förderung der Psychologischen Menschenkenntnis‘ verbunden sei“. Dass sich Stock in seinem Lebenslauf selbst „ordentlicher Universitäts-­Professor“ nennt, schätzt ein Laie wie ich als justiziable Hochstapelei ein.

    Der Angeschmierte ist eigentlich Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Wolff Heintschel von Heinegg, in dessen Verantwortungsbereich all diese Unwürdigkeiten stattfinden. Vielleicht müsste man den mal persönlich darauf hinweisen, was für Praktiken sich im Umfeld seines Lehrstuhls herausgebildet haben. Wenn er davon im Großen und Ganzen nichts weiß, dürfte er dankbar für die Information sein, um Maßnahmen ergreifen zu können, bevor es zum großen öffentlichen Skandal kommt.

     
  17. Pjacobi

    2011/06/21 at 04:39

    @P. Birken: Ganz am Anfang von Wiki-Watch, als schon die Umfrage und die Werbung auf der Website das alles komisch aussehen ließ, hatte ich bei der Hochschule nachgefragt, ob das wirklich deren Projekt sei. Worauf ich heftiges Kopfnicken als Antwort bekam.

     
  18. P. Birken

    2011/06/21 at 06:29

    @Pjacobi: Das bezweifelt ja auch keiner. Aber weder missbrauchen hier Universitatsmitarbeiter „offenbar“ ihre Stellung, noch ist es „sicher“, dass dafuer Steuergelder verwendet werden oder gar in welchem Masse. Siehe dazu auch den Kommentar von Erbloggtes.

     
    • Stepro

      2011/06/21 at 06:57

      @P.Birken: Im zweiten Teil gebe ich Dir recht – statt „sicher“ hätte ich „vermutlich“ schreiben sollen. Das Fragezeichen in der Überschrift war nicht nur rhetorisch gemeint. Wenn es sich tatsächlich „nur“ um Honorarprofessoren handelt (was die Vita wie oben schon von Erbloggtes geschrieben nicht wirklich erkennen lässt), wurden evtl. keine Uni-Mittel eingesetzt, da keine regulären Gehälter gezahlt werden.

      Was aber die Bezeichnung „Universitätsmitarbeiter“ angeht, sehe ich das völlig anders. Auch freie Dozenden sind für mich Mitarbeiter, wenn auch vielleicht nur auf Zeit. Die Viadrina hat mehrfach bestätigt (z. B. hatte auch Thogo dort angefragt), dass Wiki-Watch ein universitäres Projekt ist. Wenn man jetzt so tun sollte, als hätten Uni und Wiki-Watch kaum etwas miteinander zu tun, finde ich das gelinde gesagt etwas merkwürdig. Ein Mißbrauch des (wenn auch möglicherweise nicht monetären) Trägers sehe ich da durchaus, also für mich ist das ein „benutzen ihrer Stellung“.

      Die ganze Pharmazie-Affäre kommt ja auch noch dazu (siehe pdf), von der wusste ich gestern morgen noch gar nichts. Das Ausmaß da ist augenscheinlich noch größer als im LGT/evangelikalem Bereich.

      Ich denke schon, dass hier eine deutliche Stellungnahme seitens der Universität angebracht wäre.

       
  19. P. Birken

    2011/06/21 at 17:06

    Mir geht es einfach darum, dass Du in meinen Augen Vorwuerfe erhebst, die weder belegbar noch gerechtfertigt sind. Natuerlich ist Wiki-watch unserioes und die Viadrina tut sich mit dem Projekt keinen Gefallen. Und dass die Personen, die Wikiwatch betreiben, versuchen, Artikel zu manipulieren, das wuerde ich unterschreiben. Ebenso dass das Interessenskonflikte sind, die die Wissenschaftlichkeit des Projekts massiv in Frage stellen. Leider reitest Du auf einem anderen Punkt rum, naemlich dass Universitaetsmitarbeiter ihre Stellung missbraucht haben sollen. Nur um was genau zu tun? Wer sagt denn, dass die Aktivitaeten der besagten Accounts im Rahmen von Wikiwatch waren? Viele Gruesse!

     
  20. Marcus Cyron

    2011/06/22 at 13:25

    Am Ende ist es irrelevant. Aber: da man die Accounts jeweils zuordnen konnte, wurde von derselben Stelle, an der Wiki-Watch betrieben wurde auch der Sockenzoo betrieben. Entweder auf Unirechnern – oder privat. So oder so, es spielte sich alles in Derselben Sphäre ab.

     
  21. Tom

    2011/06/24 at 00:32

    Es wird ein Projekt betrieben, bei dessen Aktivitäten (Pressetexte in zahlreichen deutschen Medien, Selbstdarstellung auf Internetseite, Umfrage, …) ostentativ auf eine übergeordnete öffentliche Einrichtung verwiesen wird. Der Charakter dieses Verhältnisses und die Herkunft der verwendeten Mittel wird dabei nicht weiter thematisiert, die Selbstdarstellung lässt alle Möglichkeiten der Finanzierung universitärer „Forschung“ offen, darunter auch jene, die man vereinfacht als „steuerfinanziert“ bezeichnen könnte. Wenn der Projektleiter sich öffentlich zu eher entfernten Themen äußert (bspw. WELT: Plagiatsjäger auf Knopfdruck), so geschieht dies auch unter Angabe seiner Projektfunktion. Der Besprochene, der sich rühmt, in Hinblick auf verschiedene Themen „das gesamte Web zu beobachten“ (Vortrag „Krisenprävention und soziale Medien“, November 2010), wird Wortäußerungen vor Veröffentlichung zu prüfen wissen. Ein möglicher Hinweis, dass er sich nicht in seiner Funktion als Projektleiter an einer öffentlichen Einrichtung äußert, sondern in einer der mannigfaltigen anderen Rollen, die er inne hat (PR-Mensch, Krisenberater, Journalist, Autor, guter Christ, Web-2.0-Experte, …), scheint aber ausgeblieben zu sein. So bleibt nur anzunehmen, dass die „Viadrina“ einmal mehr ihren Namen dafür hergeben muss, wenn die Grenzen zwischen universitärer Lehre und Forschung, persönlicher Mission und geschäftlichen Ambitionen zu verschwimmen scheinen.

     
  22. Tom

    2011/07/02 at 13:56

    http://www.faz.net/artikel/C31013/wiki-watch-zum-artikel-hier-prueft-der-buerger-das-insulin-noch-persoenlich-30453452.html

    „Am Freitag erschien an dieser Stelle ein Artikel über Verbindungen des Projekts „Wiki-Watch“ mit der Pharmaindustrie. Wir nehmen den Text nach Ankündigung juristischer Schritte durch die hier angegriffenen Personen bis auf weiteres aus dem Netz.

    02. Juli 2011
    Den seit gestern (1. Juli) auf FAZ.net zu lesenden und in der heutigen Printausgabe (2. Juli) publizierten Artikel „Hier prüft der Bürger das Insulin noch persönlich“ nehmen wir aus presserechtlichen Gründen bis auf weiteres von unserer Homepage. Unser Autor Jörg Wittkewitz hatte darin Manipulationen von Wikipedia-Artikeln, vor allem medizinischen Inhalts, aufgezeigt, die teilweise von denselben Personen vorgenommen wurden, die für „Wiki-Watch“ tätig sind.

    Diese Internet-Plattform, die eigentlich für die Überprüfung von Eingriffen in Wikipedia-Artikel zuständig ist, firmiert als „Arbeitsstelle im Studien- und Forschungsschwerpunkt ,Medienrecht‘ der Juristischen Fakultät der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)“. Deren Leiter Wolfgang Stock und Johannes Weberling kündigten juristische Schritte an. Die Redaktion wird den Fall gleichwohl weiterverfolgen.“

     
  23. Neutralität Ist Wichtig

    2011/07/13 at 12:01

    Stocks Standpunkte sind mir persönlich ziemlich wurscht, aber die WP ist schließlich dafür da, dass sie verschiedene Standpunkte wiedergibt und dadurch insgesamt neutral ist bzw. wird, also so what?

    Sollte ihn jemand dafür bezahlt haben, dass er irgendwas schreibt, wäre das natürlich eine Sauerei, aber es scheint ja so zu sein, dass er editiert hat lange, bevor er angefangen hat, für diese Pharmafirma zu arbeiten.

     
  24. Stepro

    2011/07/15 at 19:36

    Hinweis: Ich habe 3 Kommentare eines Lesers entfernt. Natürlich sind sachliche Kommentare – auch kritischer Art – weiterhin hier gern gesehen. Persönliche Angriffe oder Beleidigungen werden jedoch nicht geduldet.

     
  25. mehlboggxer

    2011/07/15 at 20:20

    Löschmentalität wie bei WP. Aber sicher lebt es sich angenehmer mit 95 Prozent Zustimmung.
    Naja, und ob die (meisten) Kommentare hier „sachlich“ sowie frei von „Angriffen“ und „Beleidigungen“ sind, überlasse ich Strepro’s Deutungshoheit.
    (Nach seinen eigenen Maßstäben dürfte Stefan P. hier auch gar nicht mehr vorkommen…)

     
    • Stepro

      2011/07/15 at 21:40

      Hallo Jens-Uwe Hensel aka „mehlboggxer“,
      ich weiß nicht, was in Ihrem Landesverband evangelischer Gemeinschaften für ein Umgangston herrscht. Hier jedenfalls passt der Ihre nicht.
      Grüße an die Panorama-Redaktion.

       
 
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