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Der E-Postbrief der Deutschen Post

15 Jun

Man soll ja nicht immer nur meckern, daher nun auch mal wieder etwas positives.🙂

Es gibt leider noch immer zahlreiche Unternehmen oder Behörden, die mit Kundenkontakten via E-Mail irgendwie noch nicht allzuviel anfangen können und auf papiergetragene Kommunikation oder eine Unterschrift bestehen. Meist sende ich in solchen Fällen ein Fax. Dank Telefonflatrate ist das kostenlos, und ob meine Unterschrift gescannt und das ganze als Computerfax verschickt oder aber tatsächlich als altmodisches Papierfax versendet wurde, kann der Empfänger in der Regel nicht so schnell erkennen.

Nun gibt es Spezialisten, die noch nicht einmal eine Faxnummer angeben. Normalerweise bleibt in solchen Fällen nur das Telefon (ungünstig da abstreitbar) oder aber der klassische Brief. Allerdings existiert inzwischen auch eine günstige Alternative.

Vor einiger Zeit habe ich mich beim E-Postbrief angemeldet. Nach dem ganzen Prozedere wie Anmeldung, Postident-Verfahren, nochmalige Eingabe eines zugesandten Codes zur Adressverifikation war sich der gelbe Riese dann wohl ausreichend sicher, es tatsächlich mit mir zu tun zu haben.

Als ich also neulich mal wieder eine Kündigung losschicken wollte, probierte ich dieses Tool einfach aus: Online losgeschrieben, auf Senden geklickt, Meldung über fehlendes Guthaben erhalten. Genau, da war ja noch was. Die Aufladung funktionierte problemlos per Kreditkarte, ich wollte schon immer mal einen Centbetrag mit Mastercard bezahlen.🙂 Aus mir unerfindlichen Gründen musste ich statt dem normalen Porto von 55 ct mindestens stolze 56 ct einzahlen. Jetzt habe ich 1 ct Guthaben bei der Post. Auch prima, die zinslose Geldanlage in dieser Höhe kann ich gerade noch so verkraften. Danach nochmal auf Senden geklickt, dann das Senden nochmal bestätigt, dann war der Brief weg. Die papierhaltige Zustellung erfolgt angeblich innerhalb von 2 Werktagen. Ich habe den Brief jetzt als pdf im Portal und kann ihn auch runterladen.

Vor allem letzterer Punkt begeistert mich: Sollte ich einmal in Beweislast geraten, lässt sich dies prima vorweisen. Im Gegensatz zu Einschreibe-Sendungen ist hier sogar der Inhalt auf dem Postserver nachvollziehbar gespeichert. Nur über den Punkt „Datenschutz“ habe ich beschlossen nicht intensiver nachzudenken. Theoretisch kann „die Post“ meine Briefe lesen.

Fazit: Tolle Sache. Blatt Papier, Umschlag, Druckertinte, Weg zum Briefkasten gespart. Außerdem habe ich einen Sendenachweis, den ich bei einem selbst eingeworfenen Papierbrief nicht hätte. Ich bin zufrieden.

 
3 Kommentare

Verfasst von - 2011/06/15 in Dies und das

 

3 Antworten zu “Der E-Postbrief der Deutschen Post

  1. Gnu1742

    2011/06/15 at 22:52

    Der e-postbrief verursacht fast jeden morgen eine Vollbremsung: Wenn ich an deren Callcenter im ehem. Grundig-Komplex an der Fürthnürner Stadtgrenze vorbeiradel rennen da dauernd MA blindlings über die Straße. Also kann das Produkt nur doof sein. (Die Fehler in der Beweiskette sind mir bewusst, aber heute war es wieder so nervig, da kam diese Stelle zum Frustabbau gerade recht😉 )

     
  2. Stepro

    2011/06/17 at 05:58

    Da frag‘ ich mich doch, wozu der Anbieter von elektronischer Post überhaupt ein Callcenter benötigt.😉

     
  3. Gnu1742

    2011/06/20 at 09:36

    Na, für die Nutzer elektronischer Post, die kein Internet haben…

     
 
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